Kosmetik und Körperpflege - worauf Sie achten sollten

Bei der Verwendung von Kosmetika und Körperpflegemittel taucht immer wieder die Frage auf, wo ist der Unterschied zwischen Naturkosmetik und Biokosmetik

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Naturkosmetik und Biokosmetik - der Unterschied
(Gesundheit und Wellness) Naturkosmetik wird fälschlicherweise zu oft mit der richtigen Biokosmetik verwechselt. Naturkosmetik ist ein weit dehnbarer Begriff und schon Produkte mit nur geringem Anteil an biologischen  Inhaltsstoffen werden als Naturkosmetik bezeichnet. In  Naturkosmetik sind immer noch viele chemische und syntetische Hilfsstoffe erlaubt, die nicht notwendig wären und schädlich für die Haut sind. Zertifizierte Biokosmetik wird aus hochwertigen naturbelassenen Rohstoffen hergestellt. Es werden weder chemische noch synthetische Zusatz- oder Hilfsstoffe eingesetzt, der überwiegende Teil der Inhaltsstoffe kommt aus kontrolliert biologischem Anbau oder aus Demeter-Anbau. Achten Sie unbedingt auf zertifizierte Bio-Kosmetik und überprüfen Sie, ob es die Bio-Zertifizierung bzw. das Bio-Zeichen auch wirklich gibt. Eine Bio-Zertifizierung mit einer der höchsten Anforderungen ist zum Beispiel im Kosmetikbereich die Austria-Bio-Zertifizierung.

Saure Körperpflege oder basische Körperpflege?
Die Ägypter, Perser, Altgriechen und Römer benutzten basische Grundkomponenten wie Pottasche oder Pflanzenaschen zur Körperpflege. Auch zu Urgroßmutter´s Zeiten waren die damaligen Pflegemittel durchweg basisch. Bekannt war vor allem die basische Kernseife mit einem pH-Wert von 8,5 - 9. In den letzten Jahrzehnten geriet dieses Wissen jedoch fast völlig in Vergessenheit.

Mittlerweile werden viele Kosmetika beworben mit der Formulierung „pH-hautneutral“ und einem pH-Wert von 5.5 – wegen dem sogenannten „Säureschutzmantel“. Interessant ist auch, dass der Durchschnitts-pH-Wert von den Hautpflegeprodukten in den letzten 30 Jahren von ca. 6,5 auf mittlerweile bis zu 5,2 gesunken ist.

Die Meinungen über den sogenannten „Säureschutzmantel“ gehen weit auseinander. Tatsache ist, dass man in früheren Zeiten den Begriff „Säureschutzmantel“ gar nicht kannte.

Verschiedene Hautexperten, die sich seit vielen Jahren mit basischer Hautpflege beschäftigen, sind der Meinung, dass es den Säureschutzmantel gar nicht gibt . Nach Ihrer Auffassung ist eine naturbelassene basische Körperpflege mit einem pH-Wert von ca. 7,4 für die tägliche Körperpflege ideal, da sie die Haut nicht austrocknet. Aufgrund unserer 13-jährigen  positiven Erfahrung mit basischer Hautpflege können wir dies nur bestätigen.

Betrachtet man den Menschen biochemisch, ist er ein basisches Wesen. Das Fruchtwasser, das den Fötus umgibt, ist basisch und hat einen pH-Wert von 8 - 8,5. Die Haut gesunder Baybs ist ebenfalls basisch (pH-Wert ca. 8). Babys haben somit keinen „Säureschutzmantel“.

Das Meer, Ursprung der meisten Lebewesen, hat ebenfalls einen pH-Wert von 8–8,5. Auch das Blut benötigt einen pH-Wert von ca. 7,4


Glycerin – die unterschätzte Gefahr
"Glycerin ist ein wasserbindender Zusatzstoff und findet in fast allen Kosmetika Verwendung". Durch Glycerin legt sich ein Film auf die Haut, welcher der Haut vortäuscht, Feuchtigkeit bekommen zu haben. In Wahrheit entzieht Glycerin der Haut die Feuchtigkeit. So entsteht der "Teufelskreislauf", der sich darin äußert, dass viele Menschen alle 60 - 120 Minuten zu Ihrem Lippenpflegestift oder Handcreme greifen, um nachzucremen.
Glycerin ist sehr reaktionsfreudig und geht auch mit anderen Stoffen und Säuren chemische Verbindungen ein, die den Körper belasten können.
Glycerin ist auch ein hervorragender Konservierungsstoff. Machen Sie einfach mal folgenden Test, der früher auch in der Schule gemacht wurde, um Blätter zu imprägnieren und in Albums zu kleben:
Nehmen Sie ein Glas und füllen es zur Hälfte mit Wasser und die restliche Hälfte mit Glycerin. Sie werden feststellen, dass Glycerin ausgezeichnet wasserlöslich ist. Nehmen Sie jetzt ein Blatt von einem Baum oder Strauch und tauchen Sie dieses Blatt in die Wasser-Glycerin-Lösung. Das Blatt wird jetzt imprägniert. Es zerfällt nicht mehr. Farbe und Form wird erhalten und der Stoffwechsel wird vollkommen blockiert.
Was glauben Sie, was mit Ihrem Körper passiert, wenn Sie glycerinhaltige Kosmetika verwenden? Und bedenken Sie, die meisten Menschen benutzen Ihre Kosmetik Tag für Tag und Woche für Woche. Steter Tropfen höhlt den Stein.

Emulgatoren – und was sie bewirken
Emulgatoren sind Stoffe, die dazu dienen, den relativ hohen Wasseranteil mit dem öligen Anteil in Cremen zu verbinden und eine billige Produktion ermöglichen. Sie machen die Haut durchlässig für Schadstoffe aus der Umwelt! 
Neuerdings wird oft mit dem Begriff "natürliche Emulgatoren" geworben. Tatsache ist, dass durch die chemische Veränderung des Ausgangsstoffes von dessen natürlicher Wertigkeit nichts mehr übrigbleibt.
Gute Cremes enthalten im Verhältnis einen sehr geringen Wasseranteil, so dass der Anteil an Inhaltsstoffen prozentual höher ist als in vielen herkömmlichen Cremen. Deshalb kommen sie mit natürlichen Bindemitteln wie Traganth (aus einer Distelart gewonnen), Tarakernmehl (aus einer wildwachsenden Staude in Peru) und Xanthan (Bakterium, das auf Kohlblättern wächst) aus und benötigen keine Emulgatoren.


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